Kaltenbachweg 22 | 42349 Wuppertal | Deutschland
+49 202 24 43 00 2
Holger Reich, Wupperfotograf

Nein, hier geht es nicht darum, die eigene Kamera zu reparieren. Sondern darum, Kamera und Co. als Werkzeuge zu begreifen. Marken und Namen sind Schall und Rauch, doch können sie helfen, sich im Dschugel ein wenig zu orientieren.

Ansonsten gilt: Ein guter Fotograf macht mit nahezu jeder Kamera auch gute Fotos.

Darum hier ein kleiner Einblick in meinen kleinen Koffer – Aktualität und Vollständigkeit nicht garantiert. Irgendwie muß man ja mal anfangen …

Analoge Fotografie

Hier beschränke ich mich eigentlich nur noch auf die Mamiya RZ67 II mit den entsprechenden Rückteilen. Vor allem das Polaroid-back kommt hier gerne zum Einsatz – allerdings wird es zunehmend schwierig, hier noch Filme zu bekommen, die noch nicht abgelaufen sind. Aber die 6 x 7 Filme sind hier aber immer noch wunderschön und einfach sinnlich und erlebnisnah.

In Reserve oder aus Nostalgiegründen (?) habe ich noch eine Nikon F100, die ja auch ein feines Sahneteilchen darstellt.

Digitale Fotografie

Kamera in der Zerreißprobe

Für Fotowalks oder Portraitfotografie nehme ich gerne meinen Olympus OM-D (E-M5 und E-M1), weil sie so schön unauffällig sind. Kinder kann man so “nebenbei” fotografieren und Erwachsene sind da oft nicht so angespannt – ist ja “nur” ein kleiner Apparat.

Wenn eine Aufgabe ansteht, wo es um massenhafte Aufnahmen geht, dann greife ich immer noch auf die Nikon D700 zurück. Hier mache ich auch nicht mehr die Pixelschlacht mit. Die D700 ist ein gutes Brot-und Butterwerkzeug. Mit den richtigen Objektiven liefert sie ein gleichbleibende Qualität und vor allem ein sehr gute Akkuleistung. Na ja, und natürlich ist es eine echte Spiegelreflexkamera ohne diesen ganzen Programmquatsch. Mit den 12 Megapixeln kommt man im Standard doch auch wirklich aus.

Leica M (Typ 240)

Seit einer Weile ist meine ständige Begleiterin eine alte Leica M. Warum? Weil sie kompakt ist, und sie mich zwingt, mir beim fotografieren Gedanken zu machen. So eine Leica M hat wenig Automatik, wird fast vollständig manuell bedient. Somit bleibt Zeit für den Bildaufbau … UND sie ist unauffällig. Somit bestens geeignet für die Streetfotografie.

So richtig verliebt bin ich in meine Phase One – in einem Anfall von Wahnsinn (und dem nötigen Kleingeld) habe ich mir die 645DF+ zugelegt und bereue keinen Sekunde und Cent, wenn ich im Bildqualitätswahn versinke. Portraits im Studio (seltener Outdoor) oder insbesondere auch gezielte Landschaftsaufnahmen sind damit einfach in einer völlig anderen Liga – auch wenn man es nicht so eindeutig in den Onlinemedien sieht. Das IQ140 liefert “nur” 40 Megapixel, die dann aber auf einem Sensor mit 33 x 44 Millimeter mit einem unglaublichen Dynamikumfang, der einfach nur “toll” ist. Und der Dynamikumfang ist ECHT und nicht nur Marketing. Ein HDR mit einer einzigen Aufnahme ist schon klasse.

Studio und mehr

Meine Studioaussatttung ist zur Zeit mit den Blitzen und Lichtformern von Jinbei ausgestattet. Mein Haus- und Hoflieferant ist hier Foto Morgen, die mir mit ihrem vorbildlichen Service zur Seite stehen. Die Lichtleistung der Lampen ist gut und die Lichtformer für den alltäglichen Gebrauch ausreichend. Als Auslöser allerdings habe ich Profoto gesetzt, weil die Phase One hier mit 1/1.600tel Blitzsynchronzeit gut zum Zuge kommt. Leider schwächeln da die Lampen, aber es reicht meistens aus. Den Einen oder Andere Blitz von profoto könnte ich schon noch gebrauchen … oder?

Canon Pixma Pro-1

Für den nötigen Druck sorgt bei mir der Canon PIXMA Pro-1 (DIN-A3+). Für Briefe und “normale” Prints reicht ein Epson Stylus völlig aus. Am Rechner arbeite ich mit Windows und auch Mac (ist keine Frage der “Religion”. Mein Monitor ist ein EIZO CX271 und kalibriert wird mit SPYDER 5. Soweit die Basics.

Die Bildbearbeitung ist der Ersatz für die Dunkelkammer. Und da setze ich überwiegend auf Capture One Pro. Es ist nicht so umfangreich, wie Adobe Photoshop, doch will ich den besten RAW-Konverter und kein Programm mit 1 Millionen Funktionen, wo ich nur 10 % nutze. Außerdem ist die Entwicklung der RAWs tatsächlich besser, als mit jedem anderen RAW-Entwickler, der mir bislang unterkam – und ich MUß nicht abonnieren. Was ist habe, das habe ich; gemietet ist wie geliehen.

Diese Liste ist nicht vollständig und wird auch nicht ständig aktualisiert. Sie soll nur eine grobe Richtung anzeigen, weil doch immer wieder gefragt wird, womit man so arbeiten würde … wobei ich noch nie einen Koch gefragt habe, womit er sein Fleisch schneiden würde … aber das liegt wohl am Genre 😉

Was wirklich zählt, ist das Ergebnis. Darum reicht mir häufig eine Kamera, ein Objektiv (Festbrennweite?) und als einziges Hilfsmittel ein Reflektor aus. Hier geht nichts über die California Sunbouncer in den unterscheidlichsten Größen – aber wie gesagt:

Es zählt alleine das Ergebnis