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Perfekte Landschaft (Teil 2)

Man lernt ja nie aus. Und so “verrate” ich ein paar Dinge, die ich selbst immer wieder zu vergessen neige. Aber man wird halt älter und irgendwie spielt mir die Routine auch immer wieder einen oder zwei Streiche. Und erst vor Ort oder am heimlischen Rechner merke ich … “ach nein, ich vergaß …”
Foto: Holger Reich, Wupperfotografie

Man lernt ja nie aus. Und so “verrate” ich ein paar Dinge, die ich selbst immer wieder zu vergessen neige. Aber man wird halt älter und irgendwie spielt mir die Routine auch immer wieder einen oder zwei Streiche. Und erst vor Ort oder am heimlischen Rechner merke ich … “ach nein, ich vergaß …”

Da ich mit diesem Leiden ja so herrlich alleine bin, gebe ich hier dann wohl Grund zur Freude 😉

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Foto: Holger Reich, Wupperfotografie

Weitere Schritte in Richtung Perfektion

Okay, absolute Perfektion scheint es nicht zu geben – soweit waren wir ja schon. Doch will ich mal ein paar Schritte weiter gehen. Was muß ich beachten, um meinem Ziel etwas näher zu kommen?

    1. Natürlich muß ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Selten habe ich die Möglichkeit, die Landschaft künstlich aufzuhellen. Sicherlich sind da 15 Blenden Dynamikumfang nützlich – aber eben nicht jedem und immer und außerdem ist dies ja nur eine Krücke. Also benutze ich mein vorher mein TPE (The Photographers Ephemeris) und meine Wetter-App, um den Sonnenstand vorher einschätzen zu können. Das erspart mir so manch einen unnötigen Gang.
    2. Dann stelle ich mir einen Wecker (für Sonnenaufgänge eher von Bedeutung …) 😉
    3. Wenn ich im Vorfeld die Möglichkeit des Scoutings hatte, dann mache ich mir Probeaufnahme oder zumindest Zeichnungen, wie ich das Bild evtl. bauen möchte. Wer mag, kann Probeaufnahmen machen und darein Kommentare, technische Angaben schreiben, um das fertige Foto zu bauen.
    4. Ich packe alles ein, was ich brauchen werde – so erspare ich mir unnützes Zeugs, was Gewicht auf den Rücken bringt. Natürlich kann man ja einen “Alles-drin-Rucksack” packen, doch bei einer Vollformatkamera oder gar Mittelformat kommen da deutlich über 10 kg zusammen – und lauf damit mal etliche Kilometer zum Ziel (und zurück) … ist nur ein Tipp
    5. Sorge für einen sicheren Stand des Objektives. Und so ganz nebenbei können wir kleinste Erschütterungen vermeiden, in dem wir alles, was am Stativ wackeln kann abbauen – dazu zählt für mich i.d.R. auch der Kameragurt, den ich im Foto natürlich “absichtlich” dran gelassen habe. Sozusagen ein schlechtes Beispiel 😉 Bei langen Belichtungszeiten wählt man dann noch die Spiegelvorauslösung (wenn vorhanden!) und bekommt so ein perfekt ruhiges Foto.
    6. Absolut unverzichtbar ist ein gutes und standsicheres Stativ mit solider Grundplatte. Natürlich sind die “Guten” teurer, doch im Gebrauch wirst du den Unterscheid merken. Da hier jeder Hersteller sein eignes Süppchen kocht überlasse ich es euch, das ideale System für euch zu finden. Es gibt da prima Testbericht – ich selbst hab mich auf Manfrotto eingeschossen – kann sich aber ändern.
    7. Oft höre ich Sätze wie “das mache ich später am Rechner” oder “ich hab Photodepp” und merke, wie wenig sich mein Gegenüber Gedanken macht, was er da tut. Darum möchte ich mal eine Lanze brechen für das “perfekte Foto” out of the cam. Natürlich kann es sich dabei auch um ein fertiges JPG handeln, wenn die Kameravoreinstellungen passen, doch ich bevorzuge RAW-Daten, um hier meine Entscheidungen offen zu halten. Die Kamera sieht es i.d.R. besser, als ich es am kleinen Display erkennen könnte. RAW-Daten sind erheblich umfangreicher, als es ein JPG (komprimiert!) je sein kann. Und so lassen sich grad in der Morgendämmerung noch Details herausarbeiten, die sonst einfach schwarz abtauchen würden. An dieser Stelle bin ich froh um die Möglichkeiten, die mir Capture One Pro eröffnet, die RAW-Daten wirklich nutzen zu können (ist aber nur mein Geschmack!)
    8. Zum vorherigen Punkt zählt für mich auch die Verwendung der richtigen Filter. JA, ich arbeite (meistens) digital und JA ich verwende trotzdem Filter, denn es ist ein Irrtum, man könne alles am Rechner nacharbeiten. Wo null Informationen im Bild sind, läßt sich auch nicht herauslesen – schlimmstenfalls hinein montieren. Ich persönlich bevorzuge ein Filtersystem, welches mit Filterscheiben arbeitet. Es gibt da einen Halter, der mittels verschiedener Distanzringe an das jeweilige Objektiv geschraubt bis zu 2 oder 3 Filterscheiben hintereinander verwendet. Eine prima Sache, da die Ringe drehbar sind und die Filter (insbesondere Verlaufsfilter) verschoben und so angepaßt werden können.
    9. Dieser Punkt ist selbstverständlich: Sorge für saubere Sensoren, Objektive und Filter. Staub kann echt nervig sein und das Ergebnis gefährden. Klingt simpel, aber … ist mir natürlich noch nie passiert … hüstel.
    10. die Liste geht noch weiter – aber mehr gibt es hier noch nicht … 😉

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Noch EIN Tipp

Das allergrößte Geheimnis habe ich mir zum Schluß aufgehoben: Es liegt im Machen. Nur wer es tut (das Fotografieren), der kann besser werden und wird am Ende unglaublich schöne Fotos schaffen können – die vielleicht auch von Dritten gerne gesehen werden wollen. Sei nicht allzu schnell mit “künstlerischer Freiheit” und übe, üb, übe und du wirst viel Freude auch an der Landschaftsfotografie haben können. Wenn sich dann noch “ein Menschlein” hinein verirrt, dann wird das ganze Foto ein Gesamtkunstwerk werden können …

Viel Freude und Licht

Holger

Und das ist mein Filtersystem mit 100 mm Breite. Für kleinere Systeme/Objektivdurchmesser gibt es Passendes im Fachhandel.

Meine Filter
Dieses System gibt es von verschiedenen Herstellern. Auf Qualität muß man hier aber sehr achten, denn bilige Filter verderben schnell das ganze Foto …

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Comments (1)

Hallo! Danke für die Empfehlungen. Die Landschaftfotografie ist mein Lieblingsmotiv.

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