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Mein Test: Canon-Canoscan-9000F-Mark-II

Es ist bei mir wohl so, wie in zahlreichen anderen Haushalten auch. Irgenwie haben sich kistenweise Negative und Dias angesammelt, die kein Mensche mehr sehen will … kein Mensch? …

Ich bin kein Testlabor, doch habe ich berufsbedingt einen guten Zugang zu technischem Gerät. Und da ich wohl nicht ganz alleine bin mit dem Problem, will ich hier meinen Weg zur nachträglichen Digitalisierung meiner umfangreichen Fotosammlung zeigen.

Meine Ausgangssituation

Die Größe ist gut – nicht zu wuchtig

Es ist bei mir wohl so, wie in zahlreichen anderen Haushalten auch. Irgenwie haben sich kistenweise Negative und Dias angesammelt, die kein Mensche mehr sehen will … kein Mensch? … doch, es gibt mindestens einen Partner in der Ehe, der auf keinen Fall bestimmte (also alle) Fotos wegwerfen will. Hierbei ist es gleichgültig, wie gelungen die Fotos aus technischer Sicht sind. Allein, es zählt die Erinnerung. Und da ist Man(n) machtlos (wie immer 😉 )

In den Kisten sind gerahmte Dias (mit und ohne Glas), Dias ungeschnitten und leider auch vereinzelt, Negativfilme im Kleinbildformat und sogar uralte Negative der Agfa Isolette (also: Mittelformat). Der Scanner muß also in der Handhabung pragmatisch und einigermaßer schnell sein. Nicht zueletzt gibt es noch zahllose papierfotos, die beachtet werden wollen. Am Besten, er liefert auch gleich eine praxistaugliche Scannersoftware mit.

Ein paar Gedanken zum Thema: Flachbettscanner

Mit den richtigen Schablonen scannt er (fast) alles

Gerne werden wir Anwender mit Zahlen beeindruckt. Pixel, dpi und sonstwas wird uns um die Ohren geworfen in der Hoffnung, man würde richtig viel Geld ausgeben. Und tatsächlich kostet Qualität auch etwas mehr Geld, als die Billigkiste. Wer Billig kauft, kauft zweimal.

Filmscanner sind Scanner, die auf das Digitalisieren von Filmmaterial (Positive oder Negative) spezialisiert sind. Die Vorlage wird (wie bei einem Kopierer) auf eine Glasscheibe gelegt und von unten “abfotografiert”. Für Dias gibt es zusätzlich noch einen Durchlichtaufsatz, der in meinem Paket schon enthalten war.

Der hier vorgestellte Scanner ist nicht vergleichbar mit Low-Cost-Scanner vom Elektronikmarkt oder Discounter. Natürlich kan man deutlich über 1.000,00 € ausgeben (z.B. für einen Braun FS-120 ~ 1.800,00 €, oder ähnliches, doch ist dies nicht wirklich erforderlich).

Bei geringen Stückzahlen ist es auch zu überlegen, ob man nicht das Scannen einem Dienstleister überläßt. Man spart sich die Zeit (und die Einarbeitung!) und nicht zuletzt eine zusätzliche Kiste im Büro, die man wohl nie wieder benötigen würde.

Meine Lösung

Letztendlich habe ich mich – nach einer langen Zeit der Recherche – für den Canoscan 9000F Mark II entschieden. Dieses Gerät als Hardware – in Kombination mit der vorhandenen Software – versprach mir die beste Variante, um mein Problem zu lösen.

Warum ein Kompromiss?

Ich gebe es zu: Der Canoscan 9000F Mark II ist ein Kompromiss, wenn man den Maßstab der bestmöglichen Qualität ansetzt. Doch ehrlich gesagt sind die Fotos aus meinem Archiv eher voller Erinnerungen, denn fotografische Kunstwerke. Das beste Backupsystem ist zwar immer noch analog (Film und Dias sind langlebiger), doch werden digitale Inhalte heutzutage leichter und besser geteilt und oft auch betrachtet (ungeachtet der Aussage, daß ein Foto erst so richtig fertig ist, wenn ich es in Händen halten kann!). Und nach reichlich Recherche habe ich mich auf den Canoscan festgelegt und es letztendlich nicht bereut.

Fazit

Foto: Michaela Reich

Doch betrachte ich den Geldeinsatz für einen Scanner, dann ist der Canoscan 9000F-Mark II wohl mitunter das Beste, was man sich antun kann ohne darüber pleite zu gehen. Was ihn auszeichnet ist die Bandbreite an Scanmedien (bis Mittelformat-Film) und die durchaus sehenswerte Qualität der Scans. Für den Hausgebrauch durchaus sehenswert.

Insgesamt ist der Scanner recht brauchbar. Wer allerdings mehr aus ihm “rausholen” will, der sollte zur Scannersoftware SilverFast SE greifen. Die ist nicht ganz billig, doch im Profibereich nicht umsonst eine etablierte Größe. Ich selbst habe mir diese Anschaffung allerdings nicht gegönnt. Die Ergebnisse des gelieferten Systems war dem Ausgangsmaterial antsprechend und von daher nicht lohnenswert.

Mittlerweile habe ich ihn schon eine Weile im Einsatz (> 1 Jahr) und bin  vollauf zufrieden. Nebenbei dient er mir auch, um Anschreiben zu archivieren und so meine geschäftliche Korrekponzdenz zu ordnen. So habe ich alle wichtige Dokumente schnell zur Hand und sichere nebenbei den analogen Bestand.

Technische Daten

  • Typ: Farb-Flachbettscanner mit Durchlichteinheit
  • Scanelement: CCD-Sensor, 12 Zeilen, Farbe
  • Lichtquelle: Weiße LED
  • Fixfokus
  • Maximale Auflösung: 9.600 × 9.600 dpi (Durchlichtvorlagen); 4.800 × 4.800 dpi (Aufsichtsvorlagen)
  • Interpolierte Auflösung: 25–19.200 dpi
  • Schnittstellen: USB Hi-Speed
  • Farbtiefe: 48 Bit intern- 48/24 Bit extern
  • Graustufen: 48 Bit intern / 16 Bit (Filmscan) oder 8 Bit extern
  • Maximale Scanfläche: A4/Letter (216 x 297 mm)
  • Scan Buttons: 7 Scan-Buttons (4 x PDF, AUTO-SCAN, KOPIEREN, E-MAIL)
  • Prescan: ca. 3 Sek.
  • Scan-Geschwindigkeit Farbe: 1,2 ms/Zeile (300 dpi), 12,1 ms/Zeile (4.800 dpi)
  • Scan-Geschwindigkeit Graustufen: 1,2 ms/Zeile (300 dpi), 12,1 ms/Zeile (4.800 dpi)
  • Scan-Geschwindigkeit S/W: 1,2 ms/Zeile (300 dpi), 12,1 ms/Zeile (4.800 dpi)
  • Scan speed (A4, 300dpi, Colour): ca. 7 Sek.
  • Strom-Versorgung: AC 100 – 240 V, 50 – 60 Hz
  • Strom-Verbrauch: ca. 15 W (Betrieb); ca. ca. 0,9 W (Standby); ca. 0,5 W (Ruhezustand)
  • Abmessungen: ca. 270 x 480 x 111 mm
  • Gewicht: ca. 4,6 kg

Mitgelieferte Software (nur Windows!)

 

  • ScanGear  (OCR-fähig)
  • Scan Utility
  • My Image Garden

 

Unterstützte Formate

  • KB-Filmstreifen (Negativ/Positiv) / 12 Aufnahmen
  • 35-mm-Dias (Negativ/Positiv) / 4 Aufnahmen
  • Filme im 120er Mittelformat max. 6 x 22 cm (nur Filmstreifen)

Systemvoraussetzung

  • Windows XP SP2 / SP3, Windows Vista SP1 / SP2, Windows 7 32Bit / 64Bit, Windows 8 32Bit / 64Bit, Windows 10 32Bit / 64Bit
  • Mac OS X ab 10.6.8

Preis

180,00 bis ~ 220,00 €

Exkurs zur Scannersoftware

Ein paar besondere Merkmale der SilverFast 8 Scan-Software (nicht im Lieferumfang enthalten!)

  • Ein neues Vorschau-Konzept ermöglicht eine erweiterte Kontrolle der Auswirkungen von Bildeinstellungen. Selbst komplexe Korrekturen, wie etwa die hardwarebasierte Staub- und Kratzerkorrektur iSRD, lassen sich nun schon im Vorschauscan beurteilen und somit optimal anpassen.
  • Das neue GUI wirkt nun endlich zeitgemäß.
  • Alle Bedienelemente lassen sich frei auf dem Bildschirm positionieren.
  • SilverFast 8 ist komplett multitasking-fähig.
  • Farbkorrekturen: Es lassen sich bis zu vier Ebenen gleichzeitig festlegen.
  • Der neue WorkflowPilot als wesentliches Kernelement von SilverFast 8 führt den Anwender Schritt für Schritt durch den jeweils nötigen Arbeitsablauf.
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