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Die wunderbare Welt der Festbrennweite

heute möchte ich einmal eine Lanze brechen für ganz “normale”Festbrennweiten. Vorzugsweise also einmal für das “Normalobjektiv 50mm bei Kleinbildformat”. Nur zu gerne werden immer die “dicken Dinger” herangezogen, um zu beweisen, was man so als Fotograf alles hat und kann( 😉 ) und dabei geht doch viel an Möglichkeiten verloren.

Liebe Freunde der Wupperfotografie,

Holger Reich

heute möchte ich einmal eine Lanze brechen für ganz “normale”Festbrennweiten. Vorzugsweise also einmal für das “Normalobjektiv 50mm bei Kleinbildformat”. Nur zu gerne werden immer die “dicken Dinger” herangezogen, um zu beweisen, was man so als Fotograf alles hat und kann( 😉 ) und dabei geht doch viel an Möglichkeiten verloren.

Zuerst die “Basics”

z.B. das 7artisans 50mm für Kleinbildformat

Wenn ich von Normalobjektiv spreche, dann bezieht sich dieses auf ein 50mm auf einer sog. Vollformat (Kleinbildformat)-kamera. Die Umrechnung auf andere Kameras ist hier relativ simpel.

Auf das Format MicroFourThird (MFT), wie bei Olympus PEN oder OM-D, wäre es Faktor 2 … also nehmen wir ein 25mm als Referenz.

Für eine Nikon DX-Kamera wäre der Crop-Faktor 1,5 zu rechnen. Das 50mm wäre also ein 75mm (nur rechnerisch). So wäre in etwa ein ~35mm eine gute Alternative.

Leitz 28mm, f=1:2,8

Letztendlich aber ist es fast egal, welche Brennweit wir nehmen. Auch zweitrangig ist es, wie lichtstark das Glas ist. Natürlich ist die Güte des Glases durchaus nicht vollkommen unwichtig, doch für diesen Fall lassen wir es frecherweise außen vor. Die “Fachwelt” wird toben … aber egal.

Was nun? sprach Zeus …

Mit meinem kleinen Beitrag möchte ich einfach ermutigen, die Technik einmal für eine Zeit außer Acht zu lassen. Wie oft sehe ich, wie Fotografen mehr mit der Kamera, als mit dem Motiv beschäftigt sind. Ob das, was sie dann fotografieren das Beste geworden ist, was möglich ist, bewerte ich einfach mal nicht.

Foto: Michaela Reich

Für mich selbst aber habe ich es, unabhängig von der Kameramarke, bemerkt, daß meine Aufnahmen mit Festbrennweiten meist besser “bildgestaltet” sind, als wenn ich mit dem Ultrazoom gearbeitet hätte. Der “Turnschuhzoom” ist das wertvollste Gestaltungsmittel und belastet in der Regel auch die Geldbörse deutlich weniger.

Ach so, leichter sind diese meistens auch noch. Bei Fotowalks ein echtes PLUS. Fotografie ist also doch SPORT 😉

Bitte nicht weiter lesen …

Festbrennweite plus S/W ist eine feine Steigerung

… denn jetzt folgt der unvermeidliche Aufruf. Ich möchte nämlich zu einer kleinen Challenge aufrufen. Nimm dir doch einfach mal eine Zeit vor, in der du absichtlich und kompromißlos EIN Objektiv aufschraubst und damit alle Aufgaben löst. Das tut weh. Und manchmal juckt es in den Fingern – doch es lohnt sich (fast) immer.

Welchen Vorteil hast du davon? Zuallererst einmal schulst du dein Auge. Du wirst erleben, wie deine Art zu sehen, sich verändert und deine Motive plötzlich “ganz anders” wirken, als wenn du dein Zoom genommen hättest.

Zweitens lernst du, dich auf das Motiv und die Bildgestaltung zu trainieren. Wie oft “versaut” der Zoom die Bildgestaltung, weil man zu faul war, den besten Winkel und Abstand zu wählen. Dies geht öfter, als men denken würde … 😉

Drittens: Du wirst eine andere Ebene der Fotografie betreten und ein besserer Fotograf werden. Warum? Ganz einfach: Übung macht den Meister. 😉

Au weia …

… offenbar bist du unverbesserlich und furchtbar neugierig. Herzlich willkommen im “Club”; ich bin es auch. Dann will ich den Gedanken mal weiter denken.

Ich würde mich über Kommentare freuen, wo du deine Erfahrungen mitteilst. Darüber hinaus würde ich gerne auch eine Bilderschau (bitte keine Menschen ablichten wg. DSGVO) ins Web stellen wollen und wenn ich ein paar Preise finde, würde ich hier den Einen oder Anderen “belohen” wollen (ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, der rechtsweg ist ausgeschlossen.). Dies ist kein Wettbewerb, sondern soll als Ermutigung für das Teilen des Erlebnisses Fotografie verstanden werden. Ende der Abgabe von Fotos ist der 31.8.2018.

Du liest ja immer noch … als ehrlich … jetzt ist der Beitrag aber wirklich am

Ende

Titelfoto: Danke an Christian Bockelmann

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Comments (2)

Regelmäßig gehe ich alle paar Monate nur mit einem Objektiv los… im Sommer öfters als im Winter…
dabei wechsele ich pro Gang zwischen dem 50mm und dem 105mm.
Dabei empfinde ich dies nicht als Einschränkung… denn beim “einfachen Losziehen” kann man letztendlich nichts falsch machen
man muss nur die Motive “sehen”.
Viel schwieriger ist es ein Projekt nur mit einer (Fest-)Linse zu realisieren…
dies braucht dann Kreaktivität und auch Spontanität
und die Bereitschaft umzuschalten.

ich ahnte es, ich bin nicht der Einzige 😉 aber es freut mich, hier auf Gleichgesinnte zu stoßen

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